Web-App entwickeln lassen, wenn Standardsoftware nicht passt
Wenn Ihr Team Daten aus drei Programmen in eine Excel-Liste kopiert, damit ein Ablauf überhaupt funktioniert, ist eine eigene Web-App eine Überlegung wert. Hier steht, wann sich das lohnt, wann nicht, und wovon der Aufwand abhängt.
Sie sprechen dabei direkt mit Thilo Krause, der die Web-App selbst konzipiert und programmiert. Zwischen Vertrieb, Projektleitung und Entwicklung gibt es keine Übergabe.
Eigene Web-App oder Standardsoftware?
Eine eigene Web-App lohnt sich, wenn
- Ihr Ablauf der Grund ist, warum Kunden zu Ihnen kommen, und jede Standardlösung ihn in ein fremdes Schema zwingt.
- Ihr Team dieselben Daten in mehreren Programmen pflegt und sie per Hand abgleicht.
- Sie Lizenzen pro Nutzer für Funktionen zahlen, die kaum jemand braucht, und die eine Funktion fehlt, die Sie brauchen.
- Sie selbst ein digitales Produkt anbieten wollen, etwa ein Portal oder ein Werkzeug für Ihre Kunden.
Nehmen Sie Standardsoftware, wenn
- der Prozess branchenüblich ist, etwa Buchhaltung, Lohnabrechnung oder Newsletter. Dafür gibt es ausgereifte Software.
- ein vorhandenes Tool fast alles abdeckt und der Rest Gewohnheit ist.
- Sie die Lösung in den nächsten Tagen brauchen.
- es für Betrieb, Updates und Weiterentwicklung keinen Plan gibt.
Oft passt eine Mischung. Buchhaltung und E-Mail laufen in Standardsoftware, eine schlanke Web-App übernimmt den Teil, der Ihren Betrieb ausmacht. Schnittstellen verbinden beides.
Geht es um Ihren Auftritt im Netz und nicht um einen internen Ablauf, reicht eine Website. Wie das abläuft, steht unter Website erstellen lassen.
So läuft ein Projekt
01
Sie schreiben, worum es geht
Eine kurze Mail reicht: welcher Ablauf, wer damit arbeitet, was heute hakt. Es gibt keinen Termin-Funnel, und die Antwort kommt von dem, der später baut.
02
Erst die Struktur
Bevor ein Screen entsteht, stehen Abläufe, Rollen und Datenmodell fest. Die richtige Struktur spart später mehr als jeder schnelle Patch.
03
Früh im Browser
Sie testen frühe Versionen als echte Oberfläche im Browser statt als statische Entwürfe. Was fehlt, fällt dann auf, solange eine Änderung noch klein ist.
04
Bauen ohne Übergaben
Konzept, UX, Design und Entwicklung bleiben bei einer Person. Braucht eine Aufgabe Spezialwissen, kommen Partner dazu, und die Verantwortung bleibt klar.
05
Sauber abschließen
Dokumentation, Performance und Wartbarkeit gehören zur Lieferung. Die Web-App soll sich auch in zwei Jahren noch ändern lassen.
Wovon der Aufwand abhängt
Fünf Fragen entscheiden, wie groß eine Web-App wird. Je klarer die Antworten vor dem Start sind, desto genauer lässt sich der Umfang schätzen.
Umfang
Wie viele Abläufe und Ansichten braucht die erste Version? Eine Web-App, die einen Ablauf gut abbildet, ist schneller fertig als eine, die alles auf einmal können soll.
Benutzerrollen
Arbeiten alle mit denselben Rechten, oder sehen Kunden, Mitarbeiter und Admins jeweils etwas anderes? Jede Rolle braucht eigene Ansichten und Rechte.
Schnittstellen
Jede Anbindung an ein fremdes System kostet Zeit, etwa an Stripe für Zahlungen, an eine Terminbuchung oder an Ihr ERP. Schlecht dokumentierte Schnittstellen kosten mehr.
Daten
Starten Sie leer, oder ziehen Altdaten aus Excel-Listen und alten Programmen mit um? Eine Migration braucht Zeit für Prüfung und Bereinigung.
Betrieb und Wartung
Hosting, Updates, Backups und neue Funktionen fallen nach dem Release weiter an. Dieser Teil gehört von Anfang an in die Planung.
Vier Projekte zum Nachlesen
Jede Fallstudie beschreibt den Auftrag, den Ansatz und was gebaut wurde.
taktforge
Zweisprachige Website für eine Prozessberatung mit Terminbuchung, Onboarding-Formular und Zahlung über Stripe.
calc-hub.net
Web-App mit über 200 Rechnern in vier Kategorien, ohne Anmeldung und ohne Werbung.
webfactory
Internes System mit festem Next.js-Stack und Basistemplate, aus dem jede Site dieses Portfolios entsteht.
deckfactory
Internes System für Präsentationen, das jedes Deck aus einer JSON-Datei als HTML, PDF und PPTX ausgibt.
Wer hinter Dionics steht, lesen Sie auf der Seite über das Studio von Thilo Krause.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Web-App entwickeln zu lassen?
Das hängt an den fünf Punkten oben, vor allem an Umfang und Schnittstellen. Eine belastbare Zahl gibt es erst, wenn der Ablauf beschrieben ist. Deshalb steht auf dieser Seite kein Preis.
Web-App oder native App?
Eine Web-App läuft im Browser auf Rechner, Tablet und Smartphone, ohne App Store und ohne Installation. Eine native App lohnt sich, wenn Sie tief auf Gerätefunktionen zugreifen müssen. Bei internen Abläufen ist das selten der Fall.
Mit welcher Technik baut Dionics?
Mit Next.js, TypeScript und Tailwind, verbreiteten Open-Source-Werkzeugen für Web-Anwendungen. Auf diesem festen Stack entsteht jede Site dieses Portfolios.